Schüler erarbeiten sich ein Thema und tragen ihre Erkenntnisse in die ganze Schule

Fairtrade in der Pausenhalle

erst.: snf

Ursel Kiekebusch, Christina Bachmann und Petra Sehrt (v.r.) sind ganz angetan vom Engagement der Schüler.

Ursel Kiekebusch, Christina Bachmann und Petra Sehrt (v.r.) sind ganz angetan vom Engagement der Schüler.

Verden - Von Erika Wennhold. „Wir mussten sogar Kaffee, getrocknete Mangos und Schokolade nachbestellen.“ 13 Schüler des 11. Jahrgangs am Gymnasium am Wall (GaW) haben sich in ihrem Prüfungskurs Religion mit einem Thema befassen können, das nach Ansicht von Schulleiterin Petra Sehrt Auswirkungen auf das ganze Schulleben hat. „Wir profitieren ungemein von solchen Aktionen.“

 

Tatsächlich drehten sich eine Woche lang viele Pausengespräche um Fairtrade. Das ist eine Gemeinschaft von verschiedenen Organisationen, die an der Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern arbeitet. So erklären Dennis und Jonas in ihrem Referat, was Fairtrade bedeutet. Ihr Fazit: Durch die Stärkung von Kleinbauern und Arbeitern sowie deren Lebens- und Arbeitsbedingungen wird versucht, das Ungleichgewicht im weltweiten Handel auszugleichen.

Aus dem Klassenzimmer herausgetragen wurde das Thema mit einem Verkaufsstand in der Pausenhalle des GaW. Eine Woche lang verkauften Schüler hier in den beiden großen Pausen am Vormittag Produkte aus dem Eine-Welt-Laden „Ölzweig“, der seit 1989 am Dom angesiedelt ist. Die frühere GaW-Lehrerin Ursel Kiekebusch arbeitet seit ihrer Pensionierung ehrenamtlich für den Verein und hat schon vor Jahren eine Art Brücke zur Schule gebaut. Kiekebusch: „Ölzweig liefert den Kaffee für die Schule.“ Auch für ein Projekt im Kunstunterricht ist sie mitverantwortlich. Vor vier Jahren entwarfen Schüler Etiketten für den Kaffee. Vorgabe war, bildlich eine Verbindung zu Verden darzustellen, was hervorragend gelang und die Kaffeeverpackung noch heute zu einem Hingucker werden lässt.

„Global denken und regional handeln“, steht für Religionslehrerin Christina Bachmann über alldem. Ihre Schüler entwickelten 14 Tage lang eine Sensibilität für das Thema, die es ihnen leicht machte, sich Gehör zu verschaffen. Anne Voß: „Wir leben in einem unglaublichen Luxus, andere kämpfen ums Überleben.“

„Was bedeutet uns christliches Handeln“, hatte Religionslehrerin Bachmann zu Beginn gefragt und sich gefreut, dass ihre Schüler sehr viel Engagement entwickelten, als es um den Gedanken Gerechtigkeit ging.

Mit einer erstaunlichen Kreativität hatten Schüler vor Jahren Motive für das Kaffee-Etikett im Eine-Welt-Laden gezeichnet: Einen Globus mit Verdens Silhouette auf der einen Seite und einem Kaffeebaum auf der anderen. Dazwischen Regentropfen.

   

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