Das Seminarfach ist ein zweistündiges Pflichtfach auf der Sekundarstufe II an allgemeinbildenden Gymnasien in Niedersachsen. Während der vier Halbjahre wird in fachwissenschaftliche Inhalte und Methoden eingeführt, allgemeine wissenschaftliche Arbeitsweisen stehen im Mittelpunkt. Das Seminarfach soll so zur Kompetenzerweiterung führen und auf die Arbeit in einem fachwissenschaftlichen Studium vorbereiten, die allgemeine Hochschulreife und somit Studierfähigkeit gewährleisten (Wissenschaftspropädeutik).

Diese Zielsetzung folgt der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz zur „Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II", nach welcher der Unterricht hier nicht nur fachbezogen, sondern auch fachübergreifend angelegt sein soll, also Lernen in einen größeren Zusammenhang gestellt wird.

So kann das Seminarfach - fachübergreifend in einem oder mehreren Aufgabenfeldern angelegt - die Chance zu interdisziplinärem Arbeiten eröffnen. Jeweils wechselnde Angebote bieten die verschiedenen Fachlehrkräfte für die Jahrgänge an. Die Schüler und Schülerinnen der zehnten Klassen wählen aus dem Angebot den Seminarfachkurs aus.

Zunehmend wird im Laufe der Semester der Arbeitsprozess von den Lernenden eigenständig organisiert. Das eigenverantwortliche Lernen ist auf Progression angelegt, Stichworte wie Selbstständigkeit und Selbstbehauptung in der Gruppe, Kommunikations- und Teamfähigkeit beschreiben diesen Prozess. Im Seminarfach werden keine Klausuren geschrieben, der schriftliche Leistungsnachweis (50 % der Bewertung) ist in verschiedener Form zu erbringen, z. B. als umfassende schriftliche Hausaufgabe, Facharbeit, Berichtsheft.

Das erste Semester widmet sich überwiegend dem Methodenerwerb als Vorbereitung zur Seminarfacharbeit (Infomationsrecherche und -auswertung, Beleg- und Zitierregeln, Präsentationsformen, rechtliche Fragen, ...).

Im zweiten Halbjahr ist die sechswöchige Facharbeit zu einem gegebenen Thema zu erstellen, die nach Begutachtung in geeigneter Form präsentiert wird. Hierzu lernen die Teilnehmenden auch Arbeitsweisen in relevanten Bibliotheken kennen.

Das dritte Semester eröffnet die Chance zu projekthafter Gestaltung, der Schwerpunkt liegt auf Team- und Präsentationsfähigkeit: eine praktisch angelegte Gruppenarbeit kann z. B. themen- und adressatengerecht vor der Schulöffentlichkeit gezeigt und ausgewertet werden.

Im oft recht kurzen vierten Halbjahr ist neben der Präsentation für die 10. Klassen auf dem Seminarfachtag das über die gesamte Zeit geführte Berichtsheft zu bewerten. Es dokumentiert den - kritisch reflektierten - Lernzuwachs.

Für die Zulassung zum Abitur müssen die Ergebnisse zweier benachbarter Halbjahre eingebracht werden, darunter dasjenige, in dem die Facharbeit verfasst wurde. Ggf. können weitere Halbjahresergebnisse eingebracht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: sek-II informationen / q-phase / (4) Seminarfach oder unter

Das Seminarfach - Hinweise und Empfehlungen für die Schulen (2006)

 

Seminarfach Dateien

I Konzeption

II Methoden

III Facharbeit

   

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