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Stets fair und gesprächsbereit

Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums am Wall trauert mit den Angehörigen um den am 5. Mai 2019 verstorbenen ehemaligen Schulleiter Dr. Martin Pertiet.

Bis zu den letzten Lebensmonaten, in denen er von seiner Krankheit schon gezeichnet war, fühlte sich Pertiet „seiner Schule“, dem GaW,  sehr verbunden. So verfolgte er immer aufmerksam aktuelle Entwicklungen und ordnete jahrelang in detaillierter Kleinarbeit das Archiv der Schule neu. Noch im Sommer 2018 nahmen er und seine Frau am Ausflug des Kollegiums mit dem Schiff auf Aller und Weser nach Bremen teil.

Er leitete die Schule von 1976 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1999,

23 Jahre gewissenhafter engagierter Arbeit, orientiert am christlichen Menschenbild. Pertiet, geboren 1935 in Bergedorf, hatte nach der Promotion zum Doktor der Theologie Anfang der 60-er Jahre seinen Schuldienst in Hamburg begonnen, wurde 1971 zum Oberstudienrat, ein Jahr später bereits zum Studiendirektor befördert, ehe er 1976 als Schulleiter zum GaW nach Verden wechselte. Mit großem Engagement stellte er sich den anliegenden Problemen: großer Lehrermangel, Ausbau der reformierten gymnasialen Oberstufe einschließlich Kooperationskurse mit dem Domgymnasium, Aufbau des russischen, später des lateinischen Pflichtfremdsprachenunterrichts, kontinuierliche Schüleraustauschfahrten, frühe Einführung des Fachs Informatik bereits 1986 sowie etliche bauliche Erweiterungsmaßnahmen, darunter auch 1988 die Schaffung einer modernen Schülerbibliothek.

„Das klare Ziel vor Augen, doch stets fair und dazu gesprächsbereit, so haben wir Sie kennen- und schätzen gelernt“, betonte die damalige Regierungsschuldirektorin bei der Pensionierungsfeier im Jahre 1999. Auch Begriffe wie „Teamarbeit“, „Respekt“ und „unermüdlicher Einsatz“ wurden dabei zur Charakterisierung seiner Arbeit zurecht verwandt, ebenso die Tatsache, dass für ihn als Deutsch- und Religionslehrer „stets der einzelne Schüler als Individuum mit seinen Begabungen, Problemen und unterschiedlichen Schicksalen im Mittelpunkt stand“.

In seiner freien Zeit war Pertiet viele Jahre mit seinem Tenor sängerisch aktiv im Domchor, führte gemeinsam mit seiner Frau viele Reisen durch, insbesondere Kunstreisen mit dem Schwerpunkt „Denkmalpflege“, spät widmete er sich noch der Kirchenpädagogik und führte Gruppen kenntnisreich durch den Verdener Dom. Die Mitgliedschaft in der "Ansverus-Kommunität", einer evangelischen Bruderschaft, drückte seine tiefe Orientierung am christlichen Menschenbild aus - im Beruf und im Privatleben.

Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums am Wall wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.